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György Csete (1937)

Initiator der Bewegung "Organische Architektur"
Schöpfer des Gebäudes von Orfû, des Wahrzeichens der organischen Architektur

György Csete
...Ich bin hier restlos glücklich. Das ist eine von den ältesten heiligen Stätten der ungarischen Nation und es ist auch ein Ort der Erinnerung. Er ist seit der Landnahme allen bekannt, aber keiner hat natürlich gewusst, warum. Ich habe mich fünf Monate lang, als die Gebäude erstellt wurden, ständig hier aufgehalten, und diese Tatsache überhaupt war das Glück selbst, restloses Glück. Und noch mehr kann ich mir gar nicht wünschen.

...Ich bin ein Einzelkämpfer, der auch sich selber nichts vergibt, der immer ganz vorne gehen muss. Mein Name trägt es in sich. "Csete" zu sein, in der Kampfordnung hieß es "vorne zu sein". Wenn du diesen Namen trägst, versuch auch dem treu zu bleiben. Der Name verpflichtet Dich "vorne" zu sein. Ich lobe auch die anderen Ersten, ihre architektonische Leistung. Ich genieße die Leistung anderer, aber ich vergleiche diese nicht mit meiner Leistung. Nach meiner Auffassung haben sie die Leistung ihrem Talent und ihren Möglichkeiten entsprechend erreicht, und nicht im Vergleich mit mir. In diesem Sinne würdige ich sie.

...Ich habe zwei Söhne, sie sind natürlich herausragend, schön, kräftig und ich schätze sie sehr. Wären sie bloß nicht nur zu zweit, sondern zu viert oder zu vierundzwanzigst. Es hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass es gar keine Bedeutung hat, was ich erreicht habe. Ich hätte genug Geld gehabt für viel mehr Kinder und hätte sie anständig großziehen können.

Die Kirche der Wälder (1991-1998),
Die Heimstatt der Weltungarn (1996) und Haus der Mammutfichte (1998),
Ópusztaszer - Gedenkpark der nationalen Geschichte

Architekt: György Csete
Konstrukteur: Jenõ Dulánszky
Fahnen und Draperien: Ildikó Csete

"Zuerst, als symbolische Tat, wurde die Kirche der Wälder, die "Grüne Kirche" aus gut duftender Lärche fertiggestellt. Ihr Altar - der Abendmahltisch, von außen und innen ein beachtlicher Riesenblock einer Weide aus den Flußauen. Von der Achse der Kirche rechts und links, begleitet von je fünf Kuppeln, unter ihnen der Wald und die Geschichte des Baumes und des Menschen, ihr Aufeinanderangewiesensein, ihre belebte Welt, die hier als umfassender Themenbereich zu sehen ist. Das ist das Museum der Wälder, mit einer Anordnung auf einer und zwei Ebenen, mit geschlossenen Brücken verbunden. Über den Oberlichtkuppeln rascheln im Wind winzige Blätter, in der Ferne erblickt man die Weiden und Pappeln der Flußauen.

Die gebogene Konstruktion einer Hütte ist eine uralte Form, welche dem Gesetz der Natur, der Erosion folgt, und auch die Pentatonie zum Ausdruck bringt. Eine Pyramiden- und musikalische Form gleichzeitig, die Grundformel des organisch architektonischen Raumes. Das ganze Hab und Gut eines Reitervolkes stammt aus diesem Vorrat: das Rad, der Wagen, der Bogen, die Hütte."

 

 

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