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László Földes (1959)

zu meinen Vorfahren gehören einige namhafte Architekten: Géza Györgyi (1851-1934), Kálmán Giergl (1863-1954), Dénes Györgyi (1886-1961)

László Pethõ (1970)

Die Avantgardisten Anfang des 20. Jahrhundert tranken den Kaffee nur schwarz, ich hingegen mit etwas Sahne.

László Földes
...Ich glaube, dass die Möglichkeiten uns heute viel weitere Perspektiven eröffnen, als früher. Man kann sich mit seinem Unternehmen beschäftigen, die staatliche Bürokratie begleitet einen nicht dabei und das ist sehr angenehm. Der neue Kapitalismus ist oft brutal und manchmal dumm und das verursacht viele Probleme. Diese müssen bekämpft werden.

...Mein Ziel ist es nicht, dass ich irgendwo anders hingehe, wo das Leben leichter und ange-nehmer ist. Meine Ambition ist das Leben hier, in diesem Land zu verbessern. Es hat jeder Bürger und Architekt eine Pflicht in diesem Land. Diese besteht darin, dass wir das Leben verbessern, weniger bürokratisch, normaler, qualitativer gestalten. Wenn ich eine architekto-nische Aufgabe habe, muss ich meine beste Leistung erbringen, überdurchschnittlich gut ar-beiten, und dann bin ich zufrieden. So müsste in Ungarn jeder in seinem Bereich arbeiten.

...Ich möchte ein geistig und existentiell starkes Büro haben, das von den Klienten unabhän-gig ist. Wo ich mir fast selber auswählen kann, welchen Auftrag ich annehme, nicht, weil ich wählerisch bin, sondern weil ich mich in dem Falle mit der Qualität beschäftigen kann.

...Die andere wichtige Sache, die ich haben möchte, ist eine gute, harmonische, freundliche, glückliche Familie. Diese Sachen arbeiten nur oft gegeneinander.

László Pethõ
...Es geht mir eigentlich gut. Die Auswirkungen des EU-Beitritts sind bei uns noch nicht spürbar. Ehrlich gesagt, wir beschäftigen uns mit den alltäglichen Problemen. Wir arbeiten sehr viel und haben sehr wenig Zeit. Ich sehe nicht, wann wir diesen Tiefpunkt hinter uns lassen können und sich die Menschen ein wenig beruhigen können. Es herrscht eine Art Unruhe und die Nerven sind angespannt. Ich habe zum Beispiel einen schlechten Zahn, und ich schaffe es seit Monaten nicht zum Zahnarzt zu gehen. Darüber bin ich besorgt.

...Ich möchte, dass wir deswegen einen Auftrag bekommen, weil der Auftraggeber ein Weltbild hat, in das vieles reingehört, angefangen von Architektur bis zur Literatur. Und wir passen auch in dieses Bild. Wenn seine und unsere Bilder gut zusammenpassen, dann ist es ein gesegneter Zustand. Der kann noch umkippen. Ich möchte, dass wir aufgrund unserer Qualitäten wahrgenommen werden, nicht aufgrund dessen, wie viele Mitarbeiter wir haben oder wie viel wir verdienen.

...Ich habe noch keine eigene Familie, aber in der Großfamilie gibt es sehr viele Kinder, was mich erfreut. Ich plane auch eine Familie zu gründen. Zuerst aber der Zahnarzt und danach die Familiengründung.

W.E.T. Forschungs und Entwicklungszentrum

Ort: Pilisszentiván
Generalplaner: Geon Építész Stúdió Kft.
Architekten: László Pethõ und László Földes
MitarbeiterInnen: Csaba Bukta, Veronika Fülöp, Lívia Klimaj, Ádám Schiller
Auftraggeber: W.E.T. Magyarország GmbH. Pilisszentiván

Es ist ein dreigeschossiger Bau in horizontaler Richtung in drei gut teilbare Blöcke gegliedert. Entlang der Verkehrsstrasse befindet sich der Block mit dem Büroflügel, ebenfalls mit drei Geschossen. Der mittlere Block ist ein überdachtes Atrium, welches der zentrale Verkehrsbereich ist. Der dritte Block enthält die Bedienungs- und ergänzende Funktionen, sowie die Räume für Besprechungen, Vervielfältigung, Sozialleistungen, Teeküchen, Essensversorgung und Haustechnik etc. Der Büroflügel und der Bedienungstrakt wurden über hängende Brücken verbunden. Die Brücken, Treppen und Gänge im überdachten Atrium machen diesen Raum attraktiver, zugleich lockern sie ihn auf. Es sichert einen sekundären Lichteinfall zum Bürotrakt hin.

Es war ein wichtiger Aspekt des Auftraggebers, dass das Gebäude eine gewisse Energiesparfähigkeit aufweist. Die örtliche Gegebenheit nutzend, wurde die südliche Fassade des Bürotraktes von seiner Umgebung durch eine aktive "Klimawand" abgeschottet. Die doppelschichtige Glaswand kann unter normalen klimatischen Verhältnissen bei der Heizungsenergie sogar 40-60% Einsparung erzielen und in einem kleineren Umfang vermindert sie auch die Nutzung der Kühlenergie. Die doppelschichtige Glaswand verringert zugleich die Lärmbelastung der verkehrsreichen Strasse.

 

 

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