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Barbara Szöllõssy (1977)
Zsolt Pyka (1970)

Der Design soll für Jedermann erlebbar sein. Der dazu geeigneteste Ort ist die Strassen.

Zsolt Pyka
Ich fühle mich seltsam. Einerseits fühle ich mich gut, weil ich immer gespannt bin, was uns die Zukunft bringt. Als ich Kind war und Star Wars geschaut habe, habe ich mir vorgestellt, dass es im Jahre 2000 fliegende Autos gibt, wie im Film. Die gibt es aber nicht. Nicht, weil es technisch nicht möglich wäre, sondern weil es nicht darum geht, dass es den Menschen immer besser gehen soll, sondern es gibt ein-zwei Leute, die sehr viel Geld verdienen durch die anderen, und diese blockieren den Markt.

Unter den Namen Barbara Szöllössy und Zsolt Pyka stehen die Skulpturen auf dem Moricz-Zsigmond- Platz in Budapest, und es sieht so aus, als hätten wir eine kleine Hütte mitten auf dem Platz aufgebaut. Diese wollen wir irgendwie der Stadt übergeben und das ist ein furchtbar bürokratischer Prozess. Man braucht Berge von Papier dazu. Wir haben diese zwei Jahre ehrenamtlich mitgemacht. Es war sehr komisch den Einblick zu bekommen, wer wem entgegenkommt, und wer wie und warum so ein Entgegenkommen verspielt.

Ich habe gesagt, dass ich mich seltsam fühle. Einerseits habe ich etwas ganz Tolles gelernt, ich mache es gerne, ich könnte Dinge zustande bringen, durch die es den Menschen besser ginge, aber es gibt ein riesengroßes Hindernis, und zwar diese Menschen, die das ganze in der Hand halten, und künstlich gestalten. Irgendwie muss man sie sehr klug überzeugen, damit einige Sachen entstehen können.

Strassenmöbel als Kieselstein
Ort: Móricz Zsigmond körtér, Budapest, XI.
DesignerIn: Barbara Szöllõssy und Zsolt Pyka

Die jungen Gestalter haben mit dem zweiten Platz am internationalen Designwettbewerb der Firma Gaz de France, einem französischen Gasdienstleister, eine wichtige Anerkennung errungen. Dieser Erfolg hat die Planer dazu animiert, dass sie Platz und Möglichkeit finden, um ihre Gemeinschaftssinn ausstrahlenden Straßenmöblierungspläne zu verwirklichen, die in der Formgestaltung einem Flusskieselstein ähneln. Bei der Erneuerung des Móricz-Zsigmond-körtér zum Bau der 4. Metrolinie bot sich eine gute Gelegenheit, den bei dem Wettbewerb "Gemeinschafts-Gegenstände" errungenen Erfolg auszuführen. Die aus naturnaher Kieselform heraugebildeten organischen, zugleich modern erscheinenden Straßenmöbel definieren auf diesem Platz einen besonders interessanten Treffpunkt, der zum Warten und Ausruhen einlädt. Die Möbel zeigen eine Abbildung vergrößerter "Donaukieselsteine", betrachtet man ihr Material sind sie aus natürlichem Stein und haben Hohlräume.

 

 

 

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